Zusammenfassung der wöchentlichen Neuerungen im Außenhandel im Zeitraum 31.08.2026-06.09.2026
| Topic | Bereich | DATUM |
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| Aktualisierung: Liste aller Online-Dienstleistungen und veröffentlichten Formulare Die Generalzolldirektion aktualisiert regelmäßig ihre Liste aller Verbrauchsteuerformulare (Energie-, Strom-, Alkohol-, Tabaksteuer und weitere), die seit Mai 2024 verfügbar ist. Im August 2026 wurden die Formulare 1121 und 1422 überarbeitet und das neue Formular 1133 veröffentlicht, wobei Änderungen von Textanpasssungen bis zu kompletten Überarbeitungen und Barrierefreiheits-Updates reichen. Unternehmen können diese Updates per Newsletter oder RSS-Feed abonnieren. |
Zoll | 31.08.2026 |
| Handbuch goAML Web Portal Das FIU-Handbuch zum goAML Web Portal wurde zum 1. September 2026 aktualisiert und beschreibt die Nutzung des Meldeportals, die Registrierung sowie die Abgabe von Meldungen an die FIU. Neu bzw. angepasst wurden vor allem Pflichtfelder, Meldeabläufe, Mailbox-Funktionen und die Vorgaben zur Registrierung von Organisationen und Benutzerkonten. |
Zoll | 01.09.2026 |
| Neuerungen im Zoll-Portal Das deutsche Zoll-Portal wurde am 27. August 2026 aktualisiert und bietet nun neue Funktionen wie die Möglichkeit, häufig genutzte Dienstleistungen als Favoriten zu markieren, ein stufenweises Profil-Setup mit Zoll-Ident und Steuerdaten sowie einen detaillierten Nachrichtenverlauf in der Zeitleiste von Vorgängen. Diese Verbesserungen sollen Nutzern einen schnelleren Zugriff auf Services und bessere Transparenz bei der Vorgangsbearbeitung ermöglichen. |
Zoll | 02.09.2026 |
| ATLAS-Teilnehmerinformation 0988/26 - ATLAS-Ausfuhr: Störungen im mitgliedstaatübergreifenden Nachrichtenverkehr mit Frankreich: Ausfuhren in Richtung Vereinigtes Königreich mit Ausgangszollstelle in Calais Das deutsche Zollamt informiert über anhaltende Störungen im Nachrichtenverkehr mit der französischen Zollbehörde bei Ausfuhren über Calais ins Vereinigte Königreich – Ausgangsbestätigungen werden teilweise nicht übermittelt. Exporteure müssen künftig die spezifische Zollstelle Calais port tunnel bureau (FR620001) als Ausgangszollstelle wählen und ein obligatorisches Logistik-Envelope (ELO) bereitstellen. |
Zoll | 02.09.2026 |
| Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung Deutschland hat zum 1. Januar 2023 die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) als Direktion der Generalzolldirektion errichtet, um Finanzsanktionen gegen gelistete Personen und Entitäten durchzusetzen. Die ZfS führt administrative Vermögensermittlungen durch, friert Vermögenswerte ein und arbeitet mit nationalen und internationalen Behörden zusammen; gelistete Personen müssen ihre Gelder und wirtschaftlichen Ressourcen unverzüglich melden. |
Zoll | 03.09.2026 |
| ATLAS-Teilnehmerinformation 0990/26 - ATLAS-Einfuhr: IMPOST, Zahlungsaufschub des Zolls, Kumulierte Buchung Ab 1. Juli 2026 werden in ATLAS IMPOST erhobene Zölle aus technischen Gründen übergangsweise nicht einzeln pro Zollanmeldung, sondern nur einmal monatlich kumuliert an die Bundeskasse übermittelt. Die kumulierten Beträge erscheinen im Kontoauszug des Aufschubkontos daher nur monatlich; Einzeltransaktionen sind weiterhin in den Steuerbescheiden einsehbar. Die Rückkehr zur gewohnten Einzelbuchung pro Zollanmeldung ist für Mitte 2027 geplant. |
Zoll | 03.09.2026 |
| Abgabe einer Meldung zu sanktionierten Vermögenswerten an die Zentralstelle (§ 10 Sanktionsdurchsetzungsgesetz (SanktDG) bzw. § 11 Absatz 2a Außenwirtschaftsgesetz (AWG)) Das Bundesfinanzministerium verpflichtet Unternehmen und Privatpersonen, sanktionierte Vermögenswerte – darunter Bargeld, Konten, Wertpapiere und wirtschaftliche Ressourcen – an die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) zu melden, wie in § 10 des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes (SanktDG) vorgeschrieben. Meldungen müssen auf Deutsch per Post, E-Mail oder elektronischem Behördenpostfach eingereicht werden; Verstöße können zu Strafen führen. |
BAFA | 03.09.2026 |
| EU VAT rules for e-commerce, five years on: More than €125 billion in VAT revenue Fünf Jahre nach Einführung des EU-Mehrwertsteuerpaketes für E-Commerce am 1. Juli 2021 haben die Mitgliedstaaten über 125 Milliarden Euro Mehrwertsteuer durch die vereinfachten OSS- und IOSS-Regelungen eingezogen. Im Jahr 2025 allein wurden 38 Milliarden Euro eingenommen (+17% gegenüber 2024), während sich die Zahl der registrierten Unternehmen auf über 193.000 erhöhte – ein Beleg für die wachsende Akzeptanz der Mehrwertsteuerreformen. |
TAXUD | 03.09.2026 |
| Commission sets type of evidence to be provided by importers to prove country of ‘melt and pour’ of steel products subject to EU Steel Regulation Die EU-Kommission hat am 31. August 2026 ein Durchführungsgesetz verabschiedet, das festlegt, welche Nachweise Importeure erbringen müssen, um das Herkunftsland des Stahlschmelzens und -gießens bei der Einfuhr von unter die EU-Stahlverordnung fallenden Stahlprodukten nachzuweisen. Ab 1. Oktober 2026 müssen Importeure eine Prüfbescheinigung der Stahlwerke mit Angaben zum Herkunftsland und der Chargennummer vorlegen oder bei fehlenden Angaben auf alternative Dokumente wie Rechnungen, Lieferscheine und Lieferantenerklärungen zurückgreifen. Diese neuen Rückverfolgbarkeitsvorgaben sollen die Transparenz erhöhen und die Wirksamkeit der EU-Stahlmaßnahmen gegen Handelsumleitung und globale Überkapazitäten stärken. |
EU Trading News | 31.08.2026 |
| Corrigendum to Commission Implementing Regulation (EU) 2026/1925 of 6 August 2026 initiating an investigation concerning possible circumvention of the anti-dumping measures imposed by Implementing Regulation (EU) 2024/357 on imports of certain open mesh fabrics of glass fibres originating in the People’s Republic of China by imports of OMF consigned from Kosovo, Moldova, North Macedonia and Serbia, whether declared as originating in Kosovo, Moldova, North Macedonia and Serbia or not, and making such imports subject to registration (OJ L, 2026/1925, 7.8.2026) Die EU-Kommission korrigiert ihre Durchführungsverordnung zur Untersuchung mutmaßlicher Umgehungen von Antidumpingzöllen auf chinesische Glasfasergewebe. Die Berichtigung präzisiert die TARIC-Codes und Produktbeschreibungen für offenmaschige Glasfasergewebe (Zelllänge/-breite über 1,8 mm, Gewicht über 35 g/m²), die aus dem Kosovo, Moldau, Nordmazedonien und Serbien in die EU versandt werden, unabhängig von ihrer angemeldeten Herkunft. |
EUR-Lex | 04.09.2026 |
| Freihandelsabkommen mit Kosovo tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft Das Freihandelsabkommen zwischen der EFTA (Schweiz, Island, Liechtenstein, Norwegen) und dem Kosovo tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft, nachdem der Bundesrat am 2. September 2026 die erforderlichen Verordnungsänderungen beschlossen hat. Das Abkommen gewährt Schweizer Waren zollfrei Zugang zum kosovarischen Markt und reduziert damit das Diskriminierungspotenzial gegenüber EU-Konkurrenten, während es das bilaterale Handelsvolumen (2025: 175 Millionen Franken) weiter ankurbeln soll. |
CH-Zollverw. | 02.09.2026 |
| Ursprung - Freihandelsabkommen; Inkrafttreten des multilateralen Freihandelsabkommens EFTA-Kosovo auf den 1. Oktober 2026 Das multilaterale Freihandelsabkommen EFTA-Kosovo tritt am 1. Oktober 2026 für die Schweiz und Liechtenstein in Kraft und hebt Kosovos Status als präferenzberechtiges Entwicklungsland auf. Die Zölle auf Industrieerzeugnisse werden mit Inkrafttreten in einem Schritt abgebaut, wobei für Agrarerzeugnisse sowie Fisch und Meeresprodukte Ausnahmen gelten. Bei der Ursprungsbestimmung gelten die revidierten PEM-Übereinkommens-Regeln mit diagonaler Kumulation innerhalb der PEM-Zone. |
CH-Zollverw. | 03.09.2026 |