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Weekly Summary 30 2026

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Zusammenfassung der wöchentlichen Neuerungen im Außenhandel im Zeitraum 20.07.2026-26.07.2026

Topic Bereich DATUM
Erinnerung an die Umfrage der GD TAXUD zu den besonderen Zollverfahren - Verlängerte Frist für die Teilnahme ist der 7. August 2026
Die EU-Kommission (GD TAXUD) verlängert ihre Umfrage zu besonderen Zollverfahren bis zum 7. August 2026 und bittet Unternehmen um Teilnahme. Die Befragung dient der Evaluierung und möglichen Vereinfachung von Zolllagerung, vorübergehender Verwendung, Endverwendung sowie aktiver und passiver Veredelung.
Zoll 20.07.2026
Neue Verwendungszwecke in der Zertifikatsverwaltung für B2A
Ab 27.07.2026 werden zwei neue Verwendungszwecke in der Zertifikatsverwaltung für B2A im Zoll-Portal aktiviert: digitale Signaturen für Webservice-Kommunikation und SSL/TLS-Kommunikation für den Verbindungsaufbau, um das Go-Live der Teilnehmerschnittstelle MoeVe zu unterstützen. Unternehmen, die nicht vom Go-Live betroffen sind, werden gebeten, diese Verwendungszwecke zunächst nicht zu nutzen.
Zoll 20.07.2026
Die Financial Intelligence Unit veröffentlicht ihren Jahresbericht 2025
Die Financial Intelligence Unit (FIU) veröffentlichte ihren Jahresbericht 2025 und verzeichnete Rekordwerte: Mit 106 Sofortmaßnahmen hielt die Behörde Transaktionen im Volumen von 751,8 Millionen Euro an, während das Meldeaufkommen um 41 Prozent auf 374.693 Verdachtsmeldungen stieg. Ein Schwerpunkt des Berichts ist die "Operation Chargeback", ein international koordinierter Einsatz gegen ein Betrugsnetzwerk, das zwischen 2016 und 2021 etwa 19 Millionen fingierte Online-Abonnements generierte und einen Schaden von über 300 Millionen Euro verursachte.
Zoll 21.07.2026
Warnung vor betrügerischen E-Mails im Namen der FIU
Die Financial Intelligence Unit (FIU) warnt vor betrügerischen E-Mails, die sich fälschlicherweise als FIU oder andere europäische Behörden ausgeben und Bürger zur Herausgabe persönlicher Daten sowie zur Zahlung vermeintlicher AML-Gebühren auffordern. Die FIU Deutschland kommuniziert ausschließlich über E-Mail-Adressen mit der Endung @fiu.bund.de und fordert niemals persönliche Daten per E-Mail an oder erteilt Zahlungsaufforderungen.
Zoll 23.07.2026
ATLAS-Teilnehmerinformation 0979/26 - ATLAS-Ausfuhr (AES): Zentrale Zollabwicklung Ausfuhr (CCE)
Ab dem 1. August 2026 kann Irland am Verfahren der Zentralen Zollabwicklung Ausfuhr (CCE) teilnehmen und sich am elektronischen Nachrichtenaustausch zwischen Export- und Abfertigungszollstellen beteiligen. Damit erweitert sich der Kreis der CCE-Teilnehmer um ein weiteres EU-Mitgliedland; Schweden, Dänemark, Österreich, Bulgarien, Slowenien, Luxemburg, Slowakei und Kroatien sind bereits im System aktiv.
Zoll 23.07.2026
Warenverkehr mit Gibraltar
Die EU und das Vereinigte Königreich haben am 14. Juli 2026 ein Abkommen zu Gibraltar veröffentlicht, das eine Zollunion zwischen beiden Parteien etabliert. Unternehmen können damit ab dem 15. Juli 2026 Waren unter Präferenzbehandlung gemäß den Zollbestimmungen des UK Trade and Cooperation Agreement handeln, einschließlich geltender Zollkontingente und -sätze.
Zoll 24.07.2026
ATLAS-Teilnehmerinformation 0981/26 - ATLAS-Ausfuhr / ATLAS-Versand: Inbetriebnahme der Schnittstelle ATLAS-Versand/ATLASAusfuhr zum 01.09.2026
Die neue Schnittstelle zwischen ATLAS-Versand und ATLAS-Ausfuhr wird zum 01.09.2026 aktiviert und automatisiert die Abfertigung von Ausfuhrwaren mit anschließender Versandweiterleitung durch systemseitigen Datenabgleich. Wirtschaftsbeteiligte und Softwareanbieter müssen bis dahin ihre Prozesse anpassen, um korrekte Referenzierungen und Datenkonsistenz sicherzustellen; bei Nichtübereinstimmung werden Versandanmeldungen nicht akzeptiert.
Zoll 24.07.2026
Zeitleiste der EU Sanktionen gegen Russland [Stand: 24.07.2026]
Die EU hat am 24. Juli 2026 ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland (VO 2026/1848) beschlossen und damit Güterlisten erweitert, 51 weitere Entitäten gelistet sowie Transaktionsverbote und Meldepflichten für LNG-Tanker eingeführt. Das Paket folgt auf das 20. Sanktionspaket vom April 2026, das Ausfuhrverbote für Öl- und Gaserkundungsgüter, Dienstleistungsverbote für LNG-Terminals und Eisbrecher sowie Compliance-Maßnahmen gegen Sanktionsumgehungen vorsah.
BAFA 24.07.2026
Aktualisierung FAQ: Wo und wann können CBAM-Zertifikate gekauft werden? (CBAM 021)
Die EU-Behörden haben ein umfassendes FAQ zum CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM) veröffentlicht, das Importeure und Anmelder durch die Berichtspflichten führt. Ab Februar 2027 können CBAM-Zertifikate über ein zentrales Register gekauft werden, wobei Anmelder bis zum 30. September jeden Jahres (erstmals 2027) Zertifikate für ihre grauen Emissionen abgeben müssen.
DEHSt 21.07.2026
Aktualisierung: Online Services
Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) bietet eine zentrale Übersicht ihrer Online-Anwendungen für das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS), das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) sowie die Strompreiskompensation (SPK). Die Plattform dient als schneller Zugang zu Datenerfassungstools und Registern für Unternehmen, die an deutschen und europäischen Emissionshandelsprogrammen teilnehmen.
DEHSt 22.07.2026
Report highlights need for stronger customs controls and cooperation to protect EU citizens and businesses
Ein Bericht der Europäischen Kommission vom Juli 2026 warnt vor unzureichenden Zollkontrollen an EU-Außengrenzen und fordert stärkere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. Die E-Commerce-Importe sind auf 6 Milliarden Artikel pro Jahr angewachsen, während die Kontrollquote auf 65 Artikel pro Million gefallen ist und über 60% der online gekauften Produkte nicht den EU-Sicherheitsstandards entsprechen. Die Kommission aktualisierte die EU-Verbots- und Beschränkungsliste und kündigte die EU-Zollreform 2026 mit einer neuen Zollbehörde in Lille an.
TAXUD 20.07.2026
Durchführungsverordnung (EU) 2026/1843 des Rates vom 23. Juli 2026 zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 269/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts von Handlungen, die die territoriale Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedrohen
Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1843 des Rates vom 23. Juli 2026 aktualisiert die Liste der Personen, Organisationen und Einrichtungen, deren Gelder und wirtschaftliche Ressourcen im Rahmen der EU‑Sanktionen gegen ISIL (Daesh) und Al‑Qaida eingefroren werden müssen. Sie ändert die Anhänge der Verordnung (EU) Nr. 881/2002, indem sie neue Einträge hinzufügt und bestehende Einträge präzisiert oder streicht. Die Verordnung ist unmittelbar in allen EU‑Mitgliedstaaten gültig und dient der Umsetzung entsprechender UN‑Sanktionslisten auf EU‑Ebene.
EUR-Lex 23.07.2026
Verordnung (EU) 2026/1848 des Rates vom 23. Juli 2026 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren
Die Verordnung (EU) 2026/1848 des Rates vom 23. Juli 2026 ändert die Verordnung (EU) Nr. 833/2014 und verschärft damit die EU‑Sanktionen gegen Russland angesichts der Handlungen, die die Lage in der Ukraine destabilisieren. Sie ist Teil des 21. Sanktionspakets und enthält weitere Beschränkungen u. a. im Energie‑, Finanz‑ und Kryptosektor sowie neue Handelsverbote und Maßnahmen gegen Sanktionsumgehungen über Drittländer. Die Verordnung ist am 24. Juli 2026 in Kraft getreten und in allen EU‑Mitgliedstaaten unmittelbar anwendbar.
EUR-Lex 23.07.2026
Verordnung (EU) 2026/1844 des Rates vom 23. Juli 2026 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 269/2014 über restriktive Maßnahmen angesichts von Handlungen, die die territoriale Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedrohen
Der EU-Rat hat am 23. Juli 2026 die Verordnung (EU) 2026/1844 erlassen, die die Ukraine-Sanktionsverordnung 269/2014 ändert und neue Ausnahmen vom Vermögensfreeze einführt – etwa für Versicherungszahlungen, bestimmte vor 2015 geschlossene Verträge, Eisenbahntransporte zwischen Russland und der EU sowie das Paks-II-Atomprojekt. Zusätzlich verpflichtet die Verordnung die Mitgliedstaaten, russische Gerichtsurteile zu Sanktions-betroffenen Verträgen nicht anzuerkennen oder durchzusetzen, um die Wirksamkeit der EU-Sanktionen zu bewahren.
EUR-Lex 23.07.2026
Verordnung (EU) 2026/1846 des Rates vom 23. Juli 2026 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 765/2006 über restriktive Maßnahmen angesichts der Lage in Belarus und der Beteiligung von Belarus an der Aggression Russlands gegen die Ukraine
Die EU verschärft ihre Sanktionen gegen Belarus durch Verordnung (EU) 2026/1846 vom 23. Juli 2026 und ergänzt die Exportkontrollenliste um Güter wie Nickelpulver, Beryllium und Drohnen-Komponenten, die für russische Kriegsführung und belarussische Rüstung verwendet werden. Zudem werden Importe von Rohstoffen (Kupfer-, Nickel-, Bleierze und andere Mineralien) eingeschränkt und die Kontrolle über Kryptowert-Dienstleister durch Belarussen verboten, um die Finanzierung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu unterbinden.
EUR-Lex 23.07.2026
Commission Implementing Regulation (EU) 2026/1785 of 23 July 2026 amending Implementing Regulation (EU) 2022/191 imposing a definitive anti-dumping duty on imports of certain iron or steel fasteners originating in the People’s Republic of China following acceptance of a request for new exporting producer treatment
Die EU-Kommission gewährt dem chinesischen Unternehmen Zhejiang Yitai Mechanical Technology Co., Ltd. eine Behandlung als neuer ausführender Hersteller und reduziert damit seinen Antidumpingzoll auf Verbindungselemente aus Eisen oder Stahl von 86,5 % auf 39,6 %. Das Unternehmen erfüllte alle drei Kriterien: Es exportierte nicht während des ursprünglichen Untersuchungszeitraums (Juli 2019–Juni 2020), ist nicht mit sanktionierten Herstellern verbunden und exportiert nachweislich seit Mai 2025 in die EU.
EUR-Lex 24.07.2026
Commission Implementing Regulation (EU) 2026/1840 of 23 July 2026 initiating an investigation concerning possible circumvention of the anti-dumping measures imposed by Implementing Regulation (EU) 2025/2333 on imports of hardwood plywood originating in the People’s Republic of China by imports of slightly modified hardwood plywood from the People’s Republic of China and making such imports subject to registration
Die EU-Kommission leitet eine Untersuchung zur mutmaßlichen Umgehung der Antidumpingzölle auf chinesisches Hartholzsperrholz ein, die seit November 2025 gelten. Chinesische Hersteller sollen die Maßnahmen umgehen, indem sie das betroffene Sperrholz geringfügig verändern – durch dünnere äußere Lagen aus Nadelholz oder Bambus – um es unter anderen Zolltarifen zollfrei einzuführen. Die Einfuhren werden zollamtlich erfasst, und interessierte Parteien müssen der Kommission binnen einer festgesetzten Frist Stellungnahmen einreichen.
EUR-Lex 24.07.2026
Commission Implementing Regulation (EU) 2026/1788 of 23 July 2026 amending Implementing Regulation (EU) 2022/191 imposing a definitive anti-dumping duty on imports of certain iron or steel fasteners originating in the People’s Republic of China
Die EU-Kommission hebt zwei TARIC-Codes für Verbindungselemente aus Stahl aus China rückwirkend zum 18. Februar 2022 auf, da diese versehentlich in der Verordnung (EU) 2022/191 beibehalten wurden, obwohl sie bei Auslaufen der ursprünglichen Antidumpingmaßnahmen 2016 hätten gelöscht werden sollen. Alle seit 2022 ohne gültige Rechtsgrundlage erhobenen Zölle auf Waren der TARIC-Codes 7318 22 00 31 und 7318 22 00 95 werden gemäß geltenden Zollvorschriften erstattet.
EUR-Lex 24.07.2026
Commission Implementing Regulation (EU) 2026/1747 of 23 July 2026 making imports of certain aliphatic-aromatic copolyesters originating in the People’s Republic of China subject to registration
Die EU-Kommission ordnet die zollamtliche Erfassung von Polybutylenadipat- und Polybutylensebacat-co-terephthalat (PBAT und PBSeT) aus China an, um eine mögliche rückwirkende Erhebung von Antidumpingzöllen zu ermöglichen. Das Verfahren wurde nach einer Beschwerde von BASF im Namen von EU-Herstellern eingeleitet, wobei eine geschätzte Dumpingspanne von 78 % ermittelt wurde.
EUR-Lex 24.07.2026
WCO builds freight forwarders capacity to manage rules of origin, ensuring enhanced compliance and increased preferential tariff treatment use
Die WCO hat ein Schulungsprogramm für 149 Spediteure aus fünf ostafrikanischen Ländern (Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania, Uganda) gestartet, um sie in der korrekten Anwendung von Ursprungsregeln auszubilden. Ziel ist, dass diese Spediteure künftig als Trainer tätig werden und Unternehmen bei der Einhaltung präferenzieller Handelsabkommen unterstützen, während gleichzeitig die Abhängigkeit von internationalen Experten reduziert wird.
WCO 24.07.2026