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Weekly Summary 24 2026

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Zusammenfassung der wöchentlichen Neuerungen im Außenhandel im Zeitraum 08.06.2026-14.06.2026

Topic Bereich DATUM
ATLAS-Teilnehmerinformation 0964/26 - ATLAS-Allgemein: EORI-Nummer – Verpflichtung zur Nutzung des Zoll-Portals ab dem 01.10.2026
Ab dem 1. Oktober 2026 wird die Nutzung des Zoll-Portals für die Beantragung, Änderung und Beendigung von EORI-Nummern verpflichtend. Unternehmen und Privatpersonen müssen sich mit digitaler Identifizierung (ELSTER, Online-Ausweis, BundID) registrieren und können Anträge nur noch digital einreichen; Papierformulare dürfen nur im Ausfallfall genutzt werden.
Zoll 09.06.2026
Aktualisierte Fassung der VO (EU) 2023/1529 über restriktive Maßnahmen angesichts der militärischen Unterstützung des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine sowie bewaffneter Gruppen und Organisationen im Nahen Osten und in der Region des Roten Meeres durch Iran sowie der Handlungen Irans, die die Freiheit der Schifffahrt im Nahen Osten untergraben
Die Verordnung (EU) 2023/1529 verschärft und verlängert EU-Sanktionsmaßnahmen gegen den Iran im Zusammenhang mit militärischer Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg. Im Fokus stehen insbesondere Beschränkungen für gelistete Güter, Technologien und beteiligte Personen oder Organisationen.
Zoll 09.06.2026
ATLAS-Teilnehmerinformation 0966/26 - ATLAS-Allgemein: Fachliche Änderungen nach dem Wartungsfenster 02 für ATLAS 10.2.2 am 20.06.2026
Das Wartungsfenster 02 für ATLAS 10.2.2 am 20.06.2026 bringt mehrere fachliche Änderungen: Ab 01.07.2026 entfällt die Zollbefreiung für Sendungen unter 150 Euro, stattdessen wird ein pauschaler Zoll von 3 Euro pro Position erhoben; gleichzeitig werden Zölle unter 5 Euro neu eingezogen. Im Versand werden CERTEX-relevante Angaben künftig automatisiert plausibilisiert, und bei der Ausfuhr können Anträge auf Gestellung außerhalb des Amtsplatzes ab 01.07.2026 kurzfristiger gestellt werden.
Zoll 11.06.2026
Warnung vor betrügerischen E-Mails im Namen der FIU
Die Financial Intelligence Unit (FIU) Deutschland warnt vor betrügerischen E-Mails, die sich als FIU oder andere Behörden ausgeben und Empfänger zur Übermittlung sensibler Daten sowie zu Zahlungen für vermeintliche AML-Gebühren auffordern. Die echte FIU kommuniziert ausschließlich über E-Mail-Adressen mit der Endung @fiu.bund.de und fordert niemals persönliche Daten per E-Mail an oder erteilt Zahlungsaufforderungen.
Zoll 11.06.2026
Warenverkehr mit den Pazifik-Staaten
Ab dem 1. September 2026 müssen Unternehmen bei Ausfuhren von EU-Waren in die Pazifik-Staaten das neue System des „registrierten Ausführers" (REX) nutzen statt des bisherigen Systems des „ermächtigten Ausführers". Die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 wird dann nicht mehr akzeptiert; stattdessen ist eine Erklärung auf der Rechnung mit der zugewiesenen REX-Nummer erforderlich, die digital über das Zoll-Portal beantragt werden kann.
Zoll 12.06.2026
20. Exportkontrolltag – Einladung
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lädt zum 20. Exportkontrolltag am 18.-19. Juni 2026 nach Berlin ein, wo hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aktuelle Fragen der Außenhandelskontrolle, Rüstungsexporte, Sanktionen und geopolitische Risiken diskutieren. Präsenzplätze sind bereits ausverkauft, Online-Teilnahmen sind bis 10. Juni 2026 möglich (€305 Selbstkostenbeitrag).
BAFA 09.06.2026
Guidance and legal text on temporary flat fee on low-value imports which will apply until 1 July 2028
Die EU führt ab 1. Juli 2026 eine pauschale Zollgebühr von €3 pro Artikel auf Billigimporte bis €150 Warenwert ein und schafft damit die bisherige Zollbefreiung ab. Die befristete Maßnahme bis 1. Juli 2028 soll unlautere Wettbewerbsbedingungen durch E-Commerce-Importe ohne Zollabgaben beenden und die Einhaltung von EU-Standards für Sicherheit und Umweltschutz durchsetzen, da über 60% der kontrollierten Billigimporte EU-Standards nicht erfüllen.
TAXUD 08.06.2026
Technical Study on Indirect Emissions in the CBAM
Die EU-Kommission veröffentlichte eine technische Studie zur Behandlung indirekter Emissionen im CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism), die drei zentrale Fragen adressiert: Festlegung von Standard-Emissionsfaktoren, Bedingungen für die Geltendmachung tatsächlicher indirekter Emissionen sowie mögliche Erweiterung auf zusätzliche CBAM-Sektoren. Die Analyse soll die Implementierung und künftige Ausgestaltung des EU-Grenzausgleichsmechanismus unterstützen.
TAXUD 08.06.2026
CBAM webinar follow up: “How to make your decarbonisation efforts pay off”
Die EU-Generaldirektion Steuern und Zollunion veranstaltete am 7. Mai 2026 ein Webinar zur Umsetzung des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), das Herstellern aus Drittländern die Methodik erläuterte und ihnen zeigte, wie sie Dekarbonisierungsbemühungen in Wettbewerbsvorteile umwandeln können. Zentrale Neuerungen für die CBAM-Definitivphase (seit 1. Januar 2026) umfassen die Einführung der "functional unit" zur Berechnung eingebetteter Emissionen sowie aktualisierte Regeln für mehrstufige Produktionsprozesse und Systemgrenzen bei Eisen-, Stahl- und Aluminiumprodukten. Produzenten müssen 2026 erstmals ihre tatsächlichen Emissionen über das CBAM-Register monitoren, verifizieren und in jährlichen Meldungen berichten.
TAXUD 11.06.2026
Commission welcomes Council agreement on strengthening CBAM
Der EU-Rat hat sich auf eine Ausweitung des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) auf bestimmte nachgelagerte Produkte geeinigt und will dessen Umgehungssicherungen verstärken. Die Kommission begrüßt diese Einigung vom Dezember 2025 als wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Carbon Leakage und zur Stärkung der EU-Wettbewerbsfähigkeit im Zuge der Energiewende.
TAXUD 12.06.2026
EU and Korea sign landmark digital trade agreement at Summit
Die EU und Südkorea haben am 10. Juni 2026 in Brüssel ein wegweisendes Digitalhandelsabkommen (DTA) unterzeichnet, das hochwertige Regeln für digitalen Handel etabliert – einschließlich elektronischer Verträge, grenzüberschreitender Datenflüsse und Schutz vor erzwungener Offenlegung von Quellcode. Das Abkommen ergänzt das seit 2011 geltende EU-Südkorea-Freihandelsabkommen und soll Verbraucherschutz, Rechtssicherheit für Unternehmen und Vertrauen in der digitalen Wirtschaft stärken, während beide Parteien ihre hohen Datenschutzstandards bewahren.
EU Trading News 10.06.2026
Joint Statement on the conclusion of the negotiations to deepen the EU-Eastern and Southern Africa Economic Partnership Agreement
Die EU und vier ostafrikanische Staaten (Komoren, Madagaskar, Mauritius und Seychellen) haben am 10. Juni 2026 die Verhandlungen über ein modernisiertes und umfassendes Freihandelsabkommen (EPA) abgeschlossen, das Handel, Dienstleistungen, Investitionen und digitalen Handel abdeckt. Das Abkommen soll Handelsbeziehungen stärken, Lieferketten stabilisieren und nachhaltige Entwicklung in der Region unterstützen und wird als erstes dieser Art in Subsahara-Afrika unterzeichnet.
EU Trading News 10.06.2026
EU concludes modernised Economic Partnership Agreement with Sub-Saharan Africa partners
Die EU hat mit vier ostafrikanischen Ländern (Komoren, Madagaskar, Mauritius und Seychellen) ein modernisiertes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen abgeschlossen, das erstmals ein umfassendes Freihandelsabkommen der EU mit einem Sub-Sahara-afrikanischen Partner darstellt. Das Abkommen regelt erstmals Services, Investitionen, digitalen Handel, Urheberrechtsschutz und öffentliche Vergabe und verankert verbindliche Verpflichtungen zu Nachhaltigkeit, Arbeitsrechten und Klimaschutz. Nach der Ratifizierung durch das EU-Parlament und die vier Länder kann es in Kraft treten und bleibt offen für andere ESA-Staaten.
EU Trading News 10.06.2026
Commission Implementing Regulation (EU) 2026/1203 of 8 June 2026 imposing a definitive anti-dumping duty on imports of certain woven and/or stitched glass fibre fabrics originating in the People’s Republic of China and the Arab Republic of Egypt as extended to imports brought to offshore installations, to imports consigned from the Kingdom of Morocco whether declared as originating in the Kingdom of Morocco or not, and to imports consigned from Türkiye whether declared as originating in Türkiye or not, following an expiry review pursuant to Article 11(2) of Regulation (EU) 2016/1036 of the European Parliament and of the Council
Die EU-Kommission verlängert mit der Durchführungsverordnung (EU) 2026/1203 die Antidumpingmaßnahmen auf bestimmte gewebte und/oder vernähte Glasfasergewebe aus China und Ägypten. Zusätzlich werden Umgehungsgeschäfte über Marokko und die Türkei weiterhin erfasst, sodass für betroffene Einfuhren auch künftig Zollsätze anfallen.
EUR-Lex 09.06.2026
Notice of initiation of an anti-dumping proceeding concerning imports of bolted and boltless steel shelves originating in the People’s Republic of China
Die EU-Kommission leitet ein Antidumpingverfahren gegen Schraub- und Steckregale aus Stahl aus China ein, nachdem der European Metal Shelving Manufacturers' Defence Committee am 27. April 2026 einen Antrag gestellt hat. Die Untersuchung gemäß Verordnung (EU) 2016/1036 prüft, ob die chinesischen Exporte zu Dumping-Preisen verkauft werden und die europäische Industrie schädigen, wobei die Kommission erhebliche Dumpingspannen und Verzerrungen bei Rohstoffkosten festgestellt hat.
EUR-Lex 10.06.2026
Notice of initiation of interim review of the anti-dumping measures applicable to imports of aspartame originating in the People’s Republic of China
Die EU-Kommission leitet am 10. Juni 2026 eine Interimsüberprüfung der Antidumpingzölle auf Aspartam aus China ein, nachdem der französische Hersteller HSWT France SAS ausreichende Beweise für dauerhafte Umstände­änderungen vorgelegt hat. Der Antrag stützt sich auf massive Überkapazitäten in China seit der ursprünglichen Untersuchung sowie erhebliche Preisrückgänge, die trotz geltender Maßnahmen zu steigenden Importen und Schäden für europäische Hersteller führten. Die Kommission wird in der Überprüfung insbesondere chinesische Produktionskapazitäten, Überkapazitäten und Importpreise analysieren.
EUR-Lex 10.06.2026
Notice of initiation of an interim review of the anti-dumping measures applicable to imports of monosodium glutamate originating in the People’s Republic of China
Die EU-Kommission leitet eine Interimsüberprüfung der Antidumpingzölle auf Mononatriumglutamat (MSG) aus China ein, nachdem der Hersteller Ajinomoto Foods Europe ausreichende Beweise vorgelegt hat, dass sich die Marktbedingungen grundlegend geändert haben. Die chinesische MSG-Produktionskapazität hat sich seit 2008 mehr als verdoppelt, während die Marktkonzentration stark zugenommen hat und staatliche Maßnahmen bei der Maisproduktion zu Preisverzerrungen führen, weshalb die bestehenden Zölle möglicherweise nicht mehr ausreichend sind.
EUR-Lex 12.06.2026
Schweiz und Japan stärken ihre Vereinbarung zu den Bio-Produkten
Die Schweiz und Japan haben am 9. Juni 2026 ihre gegenseitige Anerkennung von Bio-Standards aktualisiert und bestätigt, wobei erstmals auch die geografische Herkunft biologischer Zutaten für in Japan verarbeitete Produkte erweitert wurde. Die Vereinbarung, die am 1. Juni 2026 in Kraft trat, vereinfacht den Handel mit Bio-Agrarprodukten und verbessert den Marktzugang für verarbeitete Bioprodukte in Japan.
CH-Zollverw. 09.06.2026
Prüfung des Einsatzes von Linked Data Services
Das Schweizer Bundesarchiv (BAR) arbeitet an der strategischen Neuausrichtung von LINDAS, einer Linked-Data-Initiative für vernetzte Verwaltungsdaten. Das BAR vergibt externe Mandate zur Entwicklung eines Zielbilds, eines Finanzierungs- und Betriebsmodells sowie zur Positionierung von LINDAS in der Bundesstrategie, mit dem Ziel, 2026 einen Antrag für einen Gemeinsamen Fachdienst gemäss EMBAG einzureichen.
CH-Zollverw. 10.06.2026